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Von A nach B in 28 Möbeln: Tag 1 und 2

Und los geht's.

Na bumm, ich sags euch: was war ich aufgeregt am Dienstag! Aber mit Mittwoch ist es endlich soweit: das Experiment "Von A nach B in 28 Möbeln" startet. Und zwar schickt mich Möbelix Österreich mit 28 Möbeln durch ganz Österreich - ohne einen Cent in der Tasche - aber eben mit Möbeln, die ich gegen alles tauschen darf, was ich möchte. Und das ist in erster Linie natürlich Vorankommen, denn ich muss in jedem Bundesland ein Beweisfoto vor einer Möbelix-Filiale machen.

Startpunkt Wels

Startpunkt ist die Zentrale in Wels, von dort aus geht's los. Was haben wir am Mittwoch also so alles erlebt? Vielleicht kurz der Reihe nach...ich muss erst nochmal alles Revue passieren lassen, ich bin nämlich jeden Tag ab 5 auf den Beinen und kann vor lauter Aufregung kaum schlafen - dementsprechend schaue ich auch aus. (...man stelle sich vor, wie ich mir gerade selbst eine Dose Mitleid mit einem sanften "Pffff" öffne ;-)

Zuerst spazieren wir durch die Filiale und suchen uns Sachen zum Mitnehmen aus, danach wird das Auto bepackt und dann geht's auch schon los. Nach den ersten paar Anquatschern habe ich mich eingegrooved, schließlich muss man da erst einen richtigen Weg finden, sonst wird man gleich als Schnorrer, Parteiangehöriger oder sonst ein Charity Verein abgestempelt. Ächz. Aber: ich finde einen so zuckersüßen Pensionisten, der mich, ohne etwas dafür zu wollen, vom Möbelix zum Bahnhof in Wels bringt. 

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Dann am Bahnhof der MEGA Coup

Meine Strategie war es von Anfang an, mir gleich ein Ticket bis Dornbirn zu ertauschen, da dies - glaube ich - das schwierigste und längste Stück der Reise ist. Und siehe da: ich finde tatsächlich diesen großartigen jungen Mann, der mit mir einen Chefsessel gegen ein Zugticket nach Dornbirn tauscht. WIE GEIL IST DAS DENN?? Yässsss! Rein in den Zug, 2 mal umsteigen und 3h später komme ich in Zell am See an, meiner ersten Station nach Wels.

Gut, wie komme ich jetzt zur Filiale? Ich wende mich an verschiedene Taxler, die meisten winken ab, da sie Angestellte sind und daher mit Zähler fahren, also auch nix tauschen dürfen. Meh. Aber ich habe Glück und finde einen, den ich mit meinem Charme - und dem Kochtopfset von WMF - überzeugen kann, mich 2 mal zu fahren. Check!

Frau Tau tauscht Möbel gegen eine Zugfahrkarte.jpg
Frau Tau tauscht Möbelix Möbel gegen eine Mitfahrgelegenheit.jpg

Geschafft!

Jetzt heisst es Geld ertauschen, wir brauchen doch noch ein Zimmer in Dornbirn! Aber ich muss mir eine kleine Mini-Niederlage eingestehen: um 18:00 habe ich es auf gerade mal 50€ geschafft und der Zug ist auch schon weg, wir bleiben heute also in Zell am See.

Ich sage: First World Problems, macht GAR NIX, weil: ich hab ja schon das Ticket für Dornbirn, dh. morgen ist schonnmal fast geritzt! Und aus Dornbirn bin ich sehr sehr zuversichtlich, es auch morgen noch nach Innsbruck zu schaffen. Was meint ihr? Ich halte euch auf jeden Fall am Laufenden!! Hier noch mein Beweisfoto aus Zell am See! Danke auch an das superliebe Möbelix Team, die uns so hilfreich und freundlich unterstützt haben! Top!

Tag 2 des Experiments

Leute, es wird!!! An Tag 2 sind wir schon früh morgens nach Dornbirn losgestartet. Die langen Zugfahrten wie z.B. Wels - Zell am See oder Zell am See - Dornbirn machen uns derzeit timingmäßig leider einen ganz schönen Strich durch die Rechnung. Weil: es bleibt sehr wenig Zeit für unsere Tauschgeschäfte, wenn mehr als der halbe Tag für Zugfahren und Umsteigen draufgeht und man dann noch irgendwie zur Möbelix Filiale hinkommen muss. Und ich bin sicher: mit Autostoppen oder anderen Mitfahrgelegenheiten würds noch länger dauern... So bin ich also heute gegen 3/4 2 endlich in Dornbirn angekommen und um nicht noch mehr Zeit zu verlieren bin ich einfach zu Fuß zur Filiale. 20 Minuten - das ist machbar!

2. Schwierigkeit: wer geht denn am Donnerstag Nachmittag in Dornbirn zum Möbelix einkaufen? Durchaus ein paar, aber wenn man auf Übernachtungen und Mitfahrgelegenheiten angewiesen ist, fällt die Auswahl eher karg aus, wenn ich das mal so sagen darf ;-)

Frau Tau sitzt im Zug.jpg
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Meine heutige Strategie

Insofern war meine Strategie an Tag 2 die folgende: Geld, Geld, Geld! Nach dem Bezahlen des Zimmers in Zell am See sind mir noch heisse 15€ übrig geblieben, damit kommt man nicht weit. Und mit ein bisschen Geldpuffer als Backup lässts sichs eben auch die andren Sachen dann vielleicht lustiger tauschen. Mal kucken! Jedenfalls war ich so frequenztechnisch erst eher bisschen verzweifelt, aber das Schicksal hat es gut mit mir gemeint: ich konnte 2 Matratzen, 1 Esstisch und eine Couch in Bares tauschen und hatte so erstens mein Ticket für Innsbruck & Villach in der Tasche (yay!!) und zweitens das allerbeste Grillhendl ever! Ich sage euch: selten hat mir ein Bierli so gut geschmeckt.

Das muss ich schon auch sagen: auf so einer Reise lernt man wieder richtig die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen, wie ein einfaches, kaltes zischendes Bierli!

Fräulein Ungeduldig

Und noch was: ich bin ja eher Fräulein Ungeduldig. Wenn ich nicht alles sofort so checken kann wie ich mir das vorstelle (leider meine Berufskrankheit, checken, checken, checken), macht mich das "leicht" fertig. In diesem Experiment ist das quasi der Dauerzustand und ich muss ganz stark lernen, mich ein bissl zu entspannen und die Dinge wieder gelassener zu sehen. Vor lauter Zugzeiten und Fahrtplänen schauen, merke ich mir gar nix mehr und kann mich kaum konzentrieren - soviele Eindrücke, so viele Menschen, soviel Information und so viel Aufregung den ganzen Tag. Wahnsinn! Echt anstrengend, aber es hat ja niemand behauptet, dass es einfach werden würde ;-)

Während ich den Beitrag schreibe, sitze ich im Zug nach Innsbruck, wo mich eine ganz liebe Freundin vom Bahnhof abholt. Mal sehen ob ich sie auch überzeugen kann, mich gegen ein Möbelstück bei ihr übernachten zu dürfen?

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 Superzischigst*Eure Tau